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Es liegt an dir, ob du von KI ersetzt wirst

  • Autorenbild: Dr. Joël Krapf
    Dr. Joël Krapf
  • 14. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Unpopuläre Meinung: Nüchtern betrachtet, liegt es an dir, ob du von AI ersetzt wirst oder nicht. Und ist das nicht irgendwie auch ein beruhigender Gedanke? Doch von Anfang an.

 

Seit 3 Jahren geistert das Zitat von Harvard Professor Lakhani im Internet herum: «AI won’t replace humans. But humans with AI will replace humans without AI.»

 

Klingt gut. Doch vergangene technologische Disruptionen lassen dieses Zitat eher der Kategorie Wunschdenken zuordnen. Es wäre wie wenn man vor 100 Jahren den Kutscher gesagt hätte: «Autos werden dich nicht ersetzen, aber Kutscher, die Autos nutzen.» Gibt es heute Kutscher, die Autos nutzen? Ja: Busfahrer. Taxifahrer etc. Aber der Anteil dieser Berufsgattung an der Arbeitsbevölkerung ist eingebrochen. Das Gleiche trifft auf andere Berufe zu, die im Zuge der Digitalisierung quasi ausgestorben sind, wie bspw. Schaltermitarbeitende, Lagerist:innen oder Telefonist:innen.

 

Es wäre also naiv zu glauben, dass eine solch disruptive Technologie wie AI keine Auswirkung auf den Arbeitsmarkt hätte.

 

Steht uns also eine dystopische Welt bevor, bei der wir alle arbeitslos werden?

 

Auch das ist zu kurz gedacht. Eine MIT Langzeit-Studie, veröffentlicht 2024, fand heraus: 60% der heutigen Jobs existierten 1940 noch gar nicht. Der Arbeitsmarkt hat also bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass er technologische Disruptionen absorbieren kann. Die Frage bei KI ist also nicht:

Wird es heutige Jobs zukünftig nicht mehr geben?

Die Antwort ist klar ja.

Die Frage ist auch nicht:

Wird es für mich zukünftig einen anderen Job geben?

Nur Pessimisten glauben nicht daran. Die Frage ist: Sind wir resilient, lernwillig und offen genug,um uns anzupassen?Nicht einmal. Nicht ein bisschen. Nicht irgendeinmal in der Zukunft.

Sondern kontinuierlich. Und signifikant. Und schneller als die Veränderung kommt.

Das wirkt auf den ersten Blick unangenehm. Ist es auch. Doch es kann auch befreiend wirken. Denn mit dieser Perspektive hat man die Zukunft in der eigenen Hand. Und ich finde das wiederum beruhigend.



 
 
 

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