Vor jeder Aufgabe: Frage KI, wie du KI besser nutzen kannst
- Dr. Joël Krapf

- 23. März
- 1 Min. Lesezeit
Als Kind sammelte ich Briefmarken. Als Erwachsener Wissen.
Beides hab' ich aufgegeben.
Doch von Anfang an.
Früher habe ich Wissen gesammelt und kategorisiert.
Neue Methode. Neues Framework. Neues Praxisbeispiel. Alles wanderte ins Trello mit Karteikartensystem.
Lernen war: Neues sehen. Im Karteisystem abspeichern, regelmässig wiederholen. Und dann bei der erstbesten Möglichkeit anwenden.
Das funktioniert nicht mehr.
Nicht weil Lernen unwichtig geworden wäre.
Sondern weil sich das Tempo verändert hat.
Bis ich das neuste Feature von Claude (wer nutzt noch ChatGPT 🙄😉) verstanden habe, ist es bereits wieder überholt.
Mein Ansatz heute: Ich nutze KI, um KI besser zu nutzen.
Klingt trivial, ist aber radikal praktisch.
Statt ein Tool erst komplett zu durchdringen, frage ich es direkt:
"Ich habe ein Projekt zu X. Führe mich Schritt-für-Schritt durch die wichtigsten Fragen, um Claude so zu nutzen, dass ich dieses Projekt maximal effektiv und effizient nutzen kann".
Oder
"Ich starte mit Projekt Y. Schreibe mir einen Prompt, so dass Claude mir erklärt, wie ich im Projekt die Features von Claude am besten nutzen kann"
Ihr seht die Logik.
Das Ergebnis:
Ich lerne schneller, weil ich im Tun lerne. Nicht mehr auf Vorrat.
Die eigentliche Veränderung ist keine technische. Es ist eine Haltung: Vom "Erst wissen, dann handeln" zum "Im Handeln lernen".
Und noch viel wichtiger: ich muss mir nicht Stunden blockieren, um Zeit zum Lernen zu finden. Lernen ist Teil meiner Arbeit.
Und dank KI bin ich trotzdem effizienter als wenn ich diesen "Zusatzaufwand" nicht machen würde.



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