top of page

McKinsey Studie: Weg von agil

  • Autorenbild: Dr. Joël Krapf
    Dr. Joël Krapf
  • 8. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit

Die Zukunft der Arbeit ist nicht mehr agil. 

Das schreiben Martin Harrysson & Natasha Maniar in einer McKinsey Studie, die sie (auch) an einer Konferenz vorstellten (hier).


Darin beschreiben die Autoren, wie sich das Betriebssystem von Teams in einer «AI-native» Welt verändert. Was die Autoren in ihrer Praxisforschung beobachtet haben:


Obwohl schon viele Unternehmen «KI» eingeführt haben, sind die Produktivitätsgewinne vergleichbar klein (5-10%).

Grund dafür sind u.a.:


➡️ menschliche Bottlenecks in KI-Workflows,

➡️ falsch gewählte Use Cases von KI,

➡️ technische Schulden

➡️ mangelhafte Integration der verschiedenen KI-Systeme in die bestehende Tool-Landschaft.  


Damit das volle Potenzial von KI genutzt werden kann, brauche es einen Paradigmenwandel. Diesen Paradigmenwandel sehen Die Autoren wie folgt:


1️⃣ Kleinere, schnellere Teams (1 Pizza anstatt 2 Pizza Teams)

2️⃣ Weg von «User Stories» und hin zu «Anforderungen», die direkt mit den KI-Agenten geprompted werden

3️⃣ Anstatt Quartalsplanungen mit starren Sprintzyklen (wie PI Planning oder OKR): Kontinuierliche Planung auf Basis von Echtzeit-Daten


Meine Sicht auf die McKinsey-Studie:

Absolut lesenswert bzw. sehenswert; auch wenn nicht wirklich eine «post-agile» Welt beschrieben wird, sondern vielmehr der Grundgedanken von Agilität konsequenter ausgelegt wird.  


Der erwähnenswerteste Take-Away aus dem Artikel für mich:

Damit der Change in die neue Welt gelingt, müssen die neuen Rollen in einer «AI-native» Organisation mit den Mitarbeitenden gemeinsam ausgearbeitet werden. Denn durch das Aufkommen von KI-Agenten verändern sich die Rollen von menschlichen Mitarbeitenden immer mehr zu orchestrierenden und koordinierenden Aufgaben. Das ist nicht für alle ein gewollter oder einfach umzusetzender Wandel. Entsprechend braucht es auf dieser Rollen-Ebene eine explizite Change-Begleitung, sonst stirbt die Skalierung von Agilität bereits bevor sie überhaupt angefangen hat.

 
 
 

Kommentare


Abonnieren Sie unseren Newsletter

bottom of page