top of page

Nur Mikromanager glauben, sie können Junior mit KI ersetzen

  • Autorenbild: Dr. Joël Krapf
    Dr. Joël Krapf
  • 12. März
  • 1 Min. Lesezeit

Kürzlich erzählte mir ein Executive stolz, dass KI mittlerweile einen Grossteil der Arbeit übernimmt, für die er früher Juniors brauchte. Auf meine Frage, wie er das meint, präzisierte er: "GenAI-Tools übernehmen für mich die Recherche. Die Erstellung der PowerPoint. Die Zusammenfassung von Daten. Quasi alles, wofür ich früher Juniors rekrutierte."


Meine Reaktion bestand aus einem ernst gemeintem Kompliment. Und einer neugierigen Frage. Das Kompliment: Es ist sehr beeindruckend, wie jemand mit so viel Arbeitslast noch Zeit findet, sich selbst so versierte Kompetenzen in der Nutzung von GenAI-Tool anzueignen. Ein Vorbild für alle Mitarbeitenden Die neugierige Frage: Hast du nun mit dieser neuen Arbeitsaufteilung mehr oder weniger Zeit für das, was dich in deiner Rolle wirklich auszeichnet? Die Antwort logischerweise: Weniger. Zwar hat er vieles an KI delegiert, aber weil er nun mehr selber macht, ist er nun fast vollständig mit operativer Arbeit besetzt.


Unsere gemeinsame Erkenntnis daraus war dann relativ rasch: Nur Mikromanager können Junior mit KI ersetzen. Weshalb? Der Unterschied zwischen Mikromanager vs. Leader ist: Mikromanager delegieren Aufgaben. Leader delegieren Rollen und Verantwortlichkeit. Für Mikromanager ist es also nahliegend, Aufgaben anstatt an Juniors an GenAI-Tools zu delegieren. Für Leader geht es darum, Juniors darin zu befähigen, GenAI-Tools so zu nutzen, dass sie die neuen Anforderungen an Rolle und Verantwortlichkeit erfüllen können.

 
 
 

Kommentare


Abonnieren Sie unseren Newsletter

bottom of page