Wie kann KI in einer Organisation skaliert werden, um nachhaltigen Business Wert zu generieren?
- Dr. Joël Krapf

- 18. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
OpenAI hat ein Whitepaper veröffentlicht, in dem das Unternehmen die Erkenntnisse aus den KI Transformationen zusammenfasst, die es bisher begleitet hat.
Ich habe das Paper vom ersten bis zum letzten Buchstaben selbst gelesen, um mir meine drei wichtigsten Erkenntnisse daraus abzuleiten.
1️⃣ KI Transformationen folgen bekannten Mustern Was uns OpenAI als "new playbook" für Transformationen verkaufen möchte, ist eigentlich ein Standardablauf von vergangener Transformationen, die unternehmensweit skaliert werden mussten:
(1) Grundlagen legen (Leadership alignment, Governance, Daten)
(2) Gemeinsames Verständnis schaffen (hier: "AI Literacy")
(3) Ideen sammeln und priorisieren (hier: Einsatz von KI)
(4) Iterativ umsetzen und Feedback einholen.Das Positive daran: Unternehmen und Mitarbeitende verlieren bei diesen bekannten Mustern evtl. etwas Berührungsängste bzgl. KI.
2️⃣ Früh und breit in "AI Literacy" investierenOpenAI empfiehlt, zuerst in die "AI Literacy" von allen Mitarbeitenden zu investieren, bevor die "grossen" Innovationen angegangen werden. Natürlich liegt es auch im Interesse von OpenAI, dies so zu empfehlen, erhöht dies doch die wichtige KPI der weekly User. Doch die Empfehlung deckt sich mit meiner Perspektive. Auf den ersten Blick wirkt es zwar un-agil. Doch diese Investition ermöglicht, dass mehr Mitarbeitende in ihrem Fachbereich "mitdenken" können, wie KI innovativ in ihrem Bereich genutzt werden kann. Zudem werden so pro-aktiv spätere Hürden bzw. Widerstände angegangen.
3️⃣ Kontinuierliche Transformation institutionalisierenWir merken es selbst: Die Entwicklung von KI ist rasend schnell. OpenAI hat im 2025 im Schnitt alle 3 Tage ein neues Feature veröffentlicht. Der Bedarf nach kontinuierlicher Transformation darf kein Buzzword mehr bleiben. Unternehmen müssen Prozesse etablieren, um die iterative Weiterentwicklung der Gesamtorganisation zur Normalität werden zu lassen. Das Beginnt beim Strategieprozess, betrifft u.a. die Innovations- und Organisationsprozesse und endet schlussendlich bei einer Lernkultur, bei der Teams und Mitarbeitende genug Zeit zum Lernen und Experimentieren erhalten.



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